V. Wellingsbüttler Orgelfrühling 2018

Song Der Wellingsbüttler Orgelfrühling geht in diesem Jahr bereits in die 5. Runde. Erstmalig wird er im Zwei-Wochen-Rhythmus und jeweils um 18 Uhr stattfinden. Es erwartet Sie ein sehr abwechslungsreiches Programm, unterschiedliche Besetzungen und wieder eine Spur internationalen Flairs! Eröffnet wird der diesjährige Zyklus am 25. März mit dem koreanischen Konzertorganisten Jihoon Song, den ich aus dem Meisterklassenstudium in Leipzig kenne. Der Preisträger unterschiedlicher internationaler Wettbewerbe ist seit 2015 Organist in Rötha bei Leipzig und damit der erste asiatische Musiker, der eine Orgel Gottfried Silbermanns (bzw. gleich zwei Silbermann-Orgeln) bespielt. Am 8. April folgt „The Nordic Organduo“. Das renommierte Duo besteht aus zwei in Norwegen lebenden und international konzertierenden Künstlern: der Koreanerin Jee Young Park und dem Holländer Abram Bezuijen. Sie treten seit 2012 gemeinsam auf und haben neben „alter“ und „neuer“ Musik Transkriptionen symphonischer Musik für vier Hände und vier Füße im Repertoire. Der Organist und Komponist Daniel Beilschmidt spielt am 22. April. Er war Assistenzorganist von Ulrich Böhme an der Thomaskirche zu Leipzig, ist aktuell Titularorganist an der neuen Universitätskirche in Leipzig und unterrichtet an der dortigen Hochschule für Musik und Theater. Dass er die Leipziger Studenten auf der von ihm im letzten Jahr organisierten Orgelfahrt nach Hamburg auch in die Lutherkirche schickte zeigt, wie sehr er die Wellingsbüttler Tradition schätzt.
Zur Hauptkirche St. Jacobi hat unsere Gemeinde eine besondere Verbindung – Pastorin Zanda Ohff arbeitet dort mit einer halben Stelle – und so freut es mich besonders, dass Gerhard Löffler, der neue Jacobi-Kantor und Organist an der weltberühmten Schnitger-Orgel, am Sonntag, 6. Mai für ein Orgelkonzert nach Wellingsbüttel kommt. Er konzertierte bereits in großen Kathedralen der Welt und Konzerthäusern wie der Alten Oper Frankfurt sowie der Elbphilharmonie. Er hat in Frankfurt, Stuttgart und New York (Juilliard-School) studiert.
szathmary Bevor ich den Konzertzyklus am 3. Juni beschließen werde, kommen am Pfingstmontag, 21. Mai, noch zwei „alte Bekannte“ nach Wellingsbüttel: Zsigmond Szathmàry musiziert mit seiner Tochter, der Geigerin Anikó Katharina Szathmáry. Zsigmond Szathmáry war von 1970 bis 1976 als Nachfolger Zachers Organist in Wellingsbüttel, dann Domorganist in Bremen und schließlich Professor in Freiburg.
Scheuen Sie sich nicht, nach den Konzerten auf die Empore zu kommen und die Künstler anzusprechen!
Moritz Schott

Terminplan:

Sonntag, 25. März
18 Uhr
Lutherkirche
10 Euro Eintritt – Schüler und Studenten frei!
Eröffnungskonzert des Internationalen Wellingsbüttler Orgelfrühlings (Teil I)
Werke von Johann Sebastian Bach, Rachel Laurin u.a
Orgel: Jihoon Song (Rötha/Silbermann-Orgel)


Sonntag 8. April
18 Uhr
Lutherkirche
10 Euro Eintritt – Schüler und Studenten frei!
Internationaler Wellingsbüttler Orgelfrühling Teil II
Werke von J.S. Bach, W.A. Mozart und Naji Hakim
Orgel: The Nordic Organduo (Norwegen)


Sonntag 22. April
18 Uhr
Lutherkirche
10 Euro Eintritt – Schüler und Studenten frei!
Internationaler Wellingsbüttler Orgelfrühling Teil III
Werke von J.S. Bach, Soler (Fandango), Cage und Piet Kee
Orgel: Daniel Beilschmidt (Universitätsorganist/Leipzig)

Mai 2018:

Sonntag, 6. Mai
18 Uhr
Lutherkirche
10 Euro Eintritt – Schüler und Studenten frei!
Internationaler Wellingsbüttler Orgelfrühling Teil IV
Werke von Weckmann, Bach und Mendelssohn
Orgel: Gerhard Löffler (Hauptkirche St. Jacobi)


Pfingstmontag, 21. Mai
18 Uhr
Lutherkirche
10 Euro Eintritt – Schüler und Studenten frei!
Internationaler Wellingsbüttler Orgelfrühling Teil V
Werke von Bach, Liszt und Szathmáry
Anikó Katharina Szathmáry, Violine (Mannheim)
Prof. Zsigmond Szathmáry, Orgel (Freiburg)

Juni 2018:

Sonntag, 3. Juni
18 Uhr
Lutherkirche
10 Euro Eintritt – Schüler und Studenten frei!
Internationaler Wellingsbüttler Orgelfrühling Teil VI (Abschlusskonzert)
Werke von Bach, Franck und Messiaen
Orgel: Moritz Schott (Hamburg-Wellingsbüttel)


Wellingsbüttler Orgelfrühling 2017

Orgelfrühling 2017 Am Sonntag, dem 2. April, wird der Konzertzyklus durch die Pariser Organistin Coralie Amedjkane eröffnet werden. Auch in diesem Jahr können Sie sich auf spannende und vielseitige Orgelkonzerte von renommierten Organisten freuen – nicht zuletzt auch auf internationale Stars wie Stefan Engels aus Dallas am 7. Mai.

Wellingsbüttler Orgelfrühling 2017 – Abschlusskonzert

Am Sonntag, 18. Juni 2017, spielt Moritz Schott um 17 Uhr das Abschlusskonzert für den diesjährigen „Wellingsbüttler Orgelfrühling“. Die Zuhörer erwartet eine feine Mischung aus Orgelmusik ganz unterschiedlicher Stile, die trotz ihrer Verschiedenheit zu einem geschlossenen Programm zusammenwachsen. In der Mitte, gleichsam im Zentrum des Programms steht Regers Choralphantasie „Ein feste Burg ist unser Gott“, als Beitrag zum Reformationsjubiläum. Den Rahmen bilden zwei berühmte wie beliebte „Schlager“: Bachs virtuose Toccata in F–Dur BWV 540 und die Final-Toccata aus Widors 5. Symphonie, die ebenfalls in F-Dur steht. Dazwischen werden in reizvoller Tonartenverbindung drei weitere Werke zu hören sein: Mendelssohns Thema mit Variationen, Louis Viernes romantisches Fantasiestück „Clair de lune“ sowie ein biblischer Tanz „Tanz der Sulamith“ des 2007 verstorbenen, tschechischen Komponisten Petr Eben.
Um 16 Uhr wird es eine kurze Einführung auf der Empore geben, zu der Sie herzlich eingeladen sind!
10 Euro Eintritt – Schüler und Studenten frei!
Lutherkirche Wellingsbüttel, Up de Worth 25, 22391 Hamburg

Wellingsbüttler Orgelfrühling 2017 – 4. Konzert

Matthias Neumann Am Sonntag, 28. Mai um 17 Uhr, ist Matthias Neumann zu Gast in der Wellingsbüttler Lutherkirche. Der junge Konzertorganist studierte Kirchenmusik und Orgel in Hamburg, Wien und Berlin bei berühmten Lehrern wie Wolfgang Zerer und Leo van Doeselaar und ist nun selbst Professor in Hamburg und Bayreuth. Konzertreisen führten ihn weit über Europa hinaus bis nach China, Kolumbien und in die Ukraine. Sein großes, breit gefächertes Repertoire reicht von der sogenannten Alten Musik über die deutsche und französische Romantik bis zur Moderne. In der Lutherkirche erklingen neben Werken J.S. Bachs auch Werke der französischen Komponisten Alain und Duruflé, sowie das selten gespielte, höchst anspruchsvolle Orgelwerk „Variations on a Recitative“ von Arnold Schönberg. Die Werke der drei so unterschiedlichen Neutöner entstanden innerhalb einer Zeitspanne von nur elf Jahren und atmen bei aller Modernität doch irgendwie noch den Geist der Romantik. Eine der wenigen bekannten Aufnahmen des Orgelwerks von Schönberg entstand vor 50 Jahren (1967) durch Gerd Zacher in der Lutherkirche Wellingsbüttel.

Gastorganistin Coralie Amedjkane aus Paris

Coralie Amedjkane Portrait Athénais Die 1988 im französischen Vannes geborene Konzertorganistin Coralie Amedjkane, begann ihre musikalische Ausbildung in ihrer Heimatstadt. Im Alter von 16 Jahren wurde sie in Paris auf das Conservatoire à Rayonnement Régional de Paris (CRR) in die Klasse von Marie-Louise Langlais, der Witwe des großen Komponisten Jean Langlais, aufgenommen. Abgerundet wird ihre Ausbildung durch das Studium in der vielleicht berühmtesten Orgelklasse der Welt - an der Elitehochschule und Kaderschmiede Conservatoire de Paris (Conservatiore Supérieur de Musique et de danse de Paris, kurz: CNSMDP).
Seither konzertiert sie in den großen Zentren der Orgelmusik, von Sapporo/Japan (Philharmonie), über St. Petersburg (Mariinsky-Theater), bis zu den Kathedralen von Paris, Chartres, Orléans, Nevers und Bourges. Hinzu kommen Aufnahmen sowie eine rege Unterrichtstätigkeit. 2016 gehörte sie zu den erlesenen Künstlern, die die neue Orgel der Maison de la Radio (France) einweihen durften.


Wellingsbüttler Orgelfrühling 2016

Orgelfrühling 2016 Der diesjährige Orgelkonzertzyklus wird in seinem dritten Jahr noch internationaler. Jedes Konzert wird ganz besonders und anders sein als die anderen. Die eingeladenen Interpreten kommen aus vollkommen unterschiedlichen musikalischen Richtungen und „Schulen“ und bringen vielseitige, interessante Programme mit, die nur gemein haben, dass sie die unterschiedlichsten Facetten unserer besonderen, von Gerd Zacher disponierten Schuke-Orgel zum Klingen bringen. Freuen Sie sich auf anregende Abende bzw. Nachmittage in der Lutherkirche und kommen Sie gern im Anschluss auf die Empore. Sprechen Sie mit den Künstlern und plaudern mit uns über die gehörte Musik!


Wellingsbüttler Orgelfrühling 2015

Orgelfrühling 2015 Der „Wellingsbüttler Orgelfrühling“ wird in dieser Saison nach seinem erfolgreichen Einstand im vergangenen Jahr fortgeführt und sogar noch etwas erweitert.
Eingeladen sind neben den beiden hervorragenden, noch jungen Kollegen Clemens Lucke und Espen Melbø, der in Wellingsbüttel aufgewachsene Kantor der Hamburger Hauptkirche St. Katharinen, Andreas Fischer, und mein verehrter Lehrer Wolfgang Zerer, der in Hamburg und Basel unterrichtet und einer der brilliantesten Spieler und gefragtesten Lehrer unserer Zeit ist.
Thema des diesjährigen Orgelfrühlings ist einmal mehr die Wellingsbüttler Orgel selbst. Das von Gerd Zacher disponierte und von der Firma Karl Schuke gebaute Instrument, an dem bereits Orgelmusik-Geschichte geschrieben wurde, wird in all seinen Facetten zum Klingen kommen. Hinzu kommt noch ein anderer Aspekt: KMD Gerd Zacher, der die kirchenmusikalische Tradition an der Lutherkirche begründet, hier zahlreiche Kompositionen uraufgeführt, mitbeeinflusst oder selbst geschaffen hat, ist im vergangenen Jahr am Pfingstmontag gestorben. An diesem Tag hatte er eigentlich noch einmal an „seiner“ Wellingsbüttler Orgel konzertieren wollen. In Gedenken an ihn finden an Pfingsten zwei besondere Veranstaltungen statt. Sein langjähriger Lebensgefährte, der Komponist Juan Allende Blin wird kommen, um über das Wirken von Gerd Zacher als Kantor und Organist der Lutherkirche zu sprechen. Anschließend erklingen dann neben älterer Literatur Kompositionen von Zacher und Allende-Blin im Konzert von Prof. Zachers Freund und Schüler Dr. Matthias Geuting.
Freuen Sie sich mit mir auf einen interessanten, abwechslungsreichen und hochkarätig besetzten Konzertzyklus!
Moritz Schott

Wellingsbüttler Orgelfrühling 2014

RTEmagicC Blick auf die Orgel web.tifGerd Zacher, schon in seiner Wellingsbüttler Zeit zum Kirchenmusikdirektor ernannt, kehrt am Pfingstmontag an seine alte Wirkungsstätte in Wellingsbüttel zurück, um an der von ihm selbst maßgeblich konzipierten und 1962 eingeweihten Orgel der Berliner Prgelwerkstatt Schuke ein Konzert mit einem durchaus ungewöhnlichen Programm zu spielen.
Zacher, der später Professor für Orgel und Leiter der evangelischen Kirchenmusikabteilung an der Folkwang-Hochschule in Essen war, hatte in seiner Amtszeit von 1957 bis 1970 an der Lutherkirche einen Orgelkonzertzyklus von hohem Rang und internationaler Beachtung ins Leben gerufen. Besondere Aufmerksamkeit erregten nicht nur seine Aufführungen der Gesamtwerke älterer Komponisten, sondern vor allem seine Uraufführungen der Orgelwerke von Künstlern mit klangvollen Namen wie Juan Allende-Blin, Nicolas Cage, Maurizio Kagel, György Ligeti, Dieter Schnebel, Isang Yun und Erik Satie Aufsehen. Sogar der vielleicht bedeutendste Komponist der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, Olivier Messiaen, besuchte damals eines seiner Konzerte in Wellingsbüttel und war voll des Lobes.
Der 1929 in Meppen geborene Komponist und legendäre Organist Gerd Zacher wird neben Werken des zu Unrecht selten gespielten Johann Steigleder ein „zeitgenössisches“ Werk von Juan Allende-Blin sowie eigene Choralsätze zu Lutherlie-dern spielen, zu denen er selbst schreibt: „Meine Choralsätze stammen aus der lebenslangen Erfahrung mit diesen Melodien, die untrennbar sind von ihrem Text; denn jedes Lied ist doch ein Ganzes aus Wort und Ton.“ Das Publikum wird Melodien und Texte lesend verfolgen können.

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